40 Jahre alt – Wie ich mich selber geworden bin

von | Aug 13, 2018 | Glaubens Impulse, Persönliches wachstum |

Diese Woche bin ich 40 geworden – und ich habe mir überlegt, was ich bedeutendes von meinem eigenen Leben mit Ihnen teilen möchte.
Ich geniesse diese Zeit meines Lebens.

Nicht weil ich alles im Griff habe, noch weil ich alles verstehe. Ich habe noch immer nicht herausgefunden, wie man perfekt sein kann oder wie man keine Fehler macht.

 

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 Aber ich bin auf dem Weg, den Frieden zu entdecken – und die Freude, mich selbst zu sein. Zu erleben, dass ich anderen ein Segen sein kann. Ich bin auf dem Weg zu entdecken, dass ich inmitten der Realität meiner Unvollkommenheit und Fehler immer noch geliebt werde. Dass es genügt, mich zu sein – dass meine Einzigartigkeit nichts ist, wofür man sich schämen müsste.

 So über mich selbst zu fühlen, diese wundervolle Wahrheit, die für jeden (auch für Sie!) gilt, immer mehr zu leben, ist etwas Erstaunliches und Schönes. Sie wird von einer tiefen Dankbarkeit begleitet.

In diesem Artikel möchte ich Ihnen einige Wahrheiten darüber mitteilen…:

Wie wunderbar Sie sind. Wie einzigartig Sie erschaffen wurden.
Wie die Welt Sie braucht, nicht eine Kopie von jemand anderem, von dem Sie denken, dass es toll wäre, diese Person zu sein.

 Die wunderbare Wahrheit, dass es absolut nichts in Ihrem Leben gibt, was über Gottes Erlösung hinausgeht.

 Die Realität, dass wir nicht wirklich für Gott leben oder unsere Gesellschaften verändern können, wenn wir hassen, was wir im Spiegel sehen.

 Die Dringlichkeit, aus einer Mentalität herauszukommen, die gefüllt ist mit “könnte, würde, müsste, sollte, hätte”…. um in eine Mentalität der Hoffnung, der unendlichen Möglichkeiten und Einstellungen einzutreten, die man als neue Chance wählen kann.

In ihrem Buch “the perfect you” Teil 1, Unterkapitel “The Power of Choice,” sagt Caroline Leaf folgendes:

 Wenn Sie verstehen, als wer Sie wirklich erschaffen worden sind, “(….) wird Sie vom Übersehen der Tatsache, dass sie in Gottes Ebenbild geschaffen sind, dazu bringen, einzutreten in wer sie wirklich sind.

 Dann bewegen Sie sich weg vom Trauma zur Freiheit, weg vom Schmerz zum Frieden, von der Unentschlossenheit zur Handlung, von der Verwirrung zur Klarheit, von Neid zum feiern, von Frustration zu Vorfreude, von der Überforderung zum frei sein, von der Angst zum Mut, von der Unterdrückung von Problemen zu deren Bewältigung, von betäubenden Gedanken zum Einfangen von solchen, von Passivität zu Leidenschaft und von Hoffnungslosigkeit zu Hoffnung. Es wird Ihnen helfen, zu verstehen, dass Sie Verwalter sind und Sie lehren, wie Sie dazu ein guter Verwalter Ihres Lebens bleiben können, egal, was auf Sie zukommt….”

 Das ist es, was ich im Moment am lernen und erleben bin.

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Und das war nicht immer so. Als ich mit 16 Jahren von zu Hause wegzog, um in der französischen Schweiz zu leben (zuerst als Au Pair, dann auf eigene Verantwortung), hatte ich keine Ahnung, wer ich bin und wer ich sein sollte.

Und ich hatte solche Furcht, herauszufinden, wer ich wirklich bin – aus Befürchtung, dass es nicht genug sein würde. Aus Angst, dass, wenn die Leute mich wirklich kennen würden – sie erkennen würden, dass ich nicht liebenswert bin. 

Ich war erfüllt vom Gefühl des Versagens, der Scham, der Unsicherheit, dem Schmerz, niemand zu sein. Ich hatte Angst, zu lieben und geliebt zu werden. Ich fühlte mich wie in einem inneren Gefängnis, unfähig, herauszukommen und von all diesen Gefühlen und Realitäten, die ich oben beschrieben habe, frei zu werden.

Wenn ich zurückdenke und mich an meine Gefühle und Realitäten erinnere, und dabei meine ganz andere Realität heute sehe, bin ich wirklich beeindruckt und zutiefst dankbar.

Einige Leute haben mich gefragt: Wie hast du das gemacht? Was ist dein Geheimnis? 

Nun, ich werde versuchen, zwei Punkte zu erwähnen, die mir dabei sehr geholfen haben.

Aber der vorherrschende Teil ist die Gnade Gottes. 

Die Bedeutung meines Namens „Jeanne“ ist “Gott ist gnädig” – und er ist es in der Tat!

  • Da war diese Mutter von drei Mädchen, die ich als Nachbarn hatte, während ich in meiner ersten Wohnung lebte – sie erklärte mir, welche Größe von BHs mir besser passen würde als diesen alten, den ich trug.

  •  Da war mein Chef aus der Lehre, der an mir festhielt, obwohl ich sicher keine Hilfe für sein Familienunternehmen war.

  •  Da war dieser Arbeitskollege, der mir das Autofahren beigebracht hatte, damit ich meinen Führerschein, ohne zu viel Geld investieren, machen konnte.

  •  Da war diese großherzige Lady, die mich über die Gnade Gottes lehrte und unzählige Male in mein Leben hinein betete, mir Stundenlang zuhörte und  mich in eine andere Realität führte.

  •  Da war dieses Pastorenpaar, das mich mit Liebe und Herzlichkeit, Akzeptanz und Bewunderung überschüttete, als ich es am meisten brauchte.

  •  Es gab Menschen, denen ich durch mein unreifes Verhalten Unrecht getan hatte, die mehr als bereit waren, mir zu verzeihen, als ich es erkannte und sie um Vergebung bat.

Die Liste geht weiter, ich könnte Seiten mit Situationen füllen, in denen ich erlebte, wie unzählige Menschen in mein Leben investierten, mir Gnade und Geduld in Zeiten zeigten, in welchen ich nichts zurückgeben konnte und wo mein Verhalten nicht einfach oder sozial oder kulturell angepasst war. 

Aber all diese Gnade und Geduld, die mir die Leute zeigten, hätte sicherlich nicht die gleiche Wirkung in meinem Leben gehabt, wenn ich nicht folgende Dinge gehabt hätte: 

Ein aufrichtiges und ehrliches Herz

Ich wollte nie jemandem Unrecht tun. Ich wollte wachsen. Ich wollte es verstehen. Ich wollte es richtig machen. Ich wollte Gott gefallen, seinen Wegen folgen. Ich flehte ihn immer wieder an, mir seinen Willen zu zeigen, trotz meiner inneren Unruhe, Ängste, Verletzungen und Unsicherheiten, die mein Leben beeinflussten. Ich wollte es wissen. Ich wollte die Wahrheit sehen. Und ich weiss, dass Gott dieses Herz in großartiger Weise geehrt hat und es immer noch tut. 

Eine Hoffnung und eine Vision

Irgendwie wusste ich tief im Inneren, dass mein Leben nicht dazu bestimmt war, ohne einen Zweck, ohne Identität, ohne fruchtbar zu sein, ohne dass ich ein Segen für die Welt um mich herum bin. Ich betrachtete mein eigenes Leben, stellte mich meiner Realität und wusste, dass irgendwo hinter all diesen Ängsten, Kämpfen, Schmerzen und Unsicherheiten das wahre Ich war. Dass es irgendwo eine Wahrheit zu finden gibt, eine Realität, die es zu entdecken gilt. Diese Wahrheit und Realität darüber, wer Gott wirklich ist, wer ich in ihm sein soll.

 

  • Ich wollte das herausfinden, ich wollte nicht so bleiben, wie ich war.
  • Ich wollte frei werden, um ich selbst zu sein.
  • Ich wollte “normal” sein, frei von den Etiketten wie ADHS, frei von Medikamenten gegen Epilepsie.
  • Ich wollte meine Schüchternheit und mein ziemlich heftiges Stottern überwinden. Und –
  • Ich wollte jemand werden, der Menschen, wie ich einer war, erreichen kann.

Vor ein paar Wochen tauschte ich mit einer guten Freundin von mir aus. Wir sprachen über einige Momente in unserer Kindheit,  in unseren Teenager-Jahren. Sie kam ins schwärmen: 

“Ich liebe diese Jeanne, die du damals warst! Du trugst immer dieselbe Substanz von dem, was du  bist in dir – es ist dieselbe Substanz, die ich heute in dir sehen kann!” 

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Das berührte mich tief, und ich erkannte, dass dies wirklich so ist.

Während dieses ganzen Prozesses hat Gott mich nicht “verändert”. Er hat mich nicht in jemand anderen verwandelt.

Nach all den Jahren des Kämpfens, Weinens und Versagens, der Angst, das wahre Ich zu entdecken, des Versuches, anders zu sein – wurde ich trotzdem nicht “verwandelt”, ” umgeformt ” oder ” verändert ” in jemand anderes. 

Die Realität, die ich heute erlebe, hat nichts damit zu tun.

Es geht darum, zu werden, wer ich sein soll. Frei, mich selbst zu sein.

Glücklich und dankbar, zu sehen, zu wem Gott mich gemacht hat. Glücklich und dankbar, meine einzigartigen Gaben zu entdecken, meine einzigartige Art, die Welt zu sehen. Diese besondere Kombination dessen, was “mich” ausmacht. 

Ich bin nicht an diesem Ort in meinem Leben, weil ich unzählige IQ-Tests und Persönlichkeitstests gemacht habe – noch weil ich viele Diplome bekommen habe, oder weil ich etwas in einer Karriere, einem Dienst oder an Ruhm erreicht habe. 

Nein. Ich bin hier, weil Gott mich frei gemacht hat, mich selbst zu sein.

Weil ich lerne, mein Leben immer mehr aus meinem einzigartigen Gefüge, aus meiner eigenen DNA zu leben.

Viele der Ängste, Unsicherheiten, Schmerzen und Wunden sind nicht mehr Teil von mir und deshalb kann ich in diese schöne, erstaunliche Freiheit eintreten, Gott zu feiern, ihn zu lieben für das, was er ist – und für das, wozu er mich gemacht hat. 

Das wiederum führt mich dazu, meine Kinder, meinen Mann und die Menschen um mich herum wirklich kennen zu lernen. Ich bin mehr als bereit sie für ihre einzigartige, Individuelle Art zu feiern, und mich daran zu freuen, wer sie wirklich sind. Bereit alles zu geben, was ich weiß, um ihnen zu helfen, ihre einzigartige DNA zu entdecken.

Nun – die gleiche Wahrheit gilt für Sie.  Sie sind einzigartig. Sie sind wunderbar gemacht.

In Psalm 139.14 heisst es: „Ich danke dir dafür, dass ich erstaunlich und wunderbar gemacht bin;

wunderbar sind deine Werke,

und meine Seele erkennt das wohl!“

Niemand denkt genauso wie Sie, fühlt genauso über die Dinge, wie Sie fühlen, nimmt die Dinge so wahr, wie Sie sie wahrnehmen. Jeder von uns ist dazu bestimmt, Gottes Herrlichkeit auf seine eigene Weise zu tragen – wir alle haben eine wunderschöne Art, die Ewigkeit zu verwalten.

Prediger 3.11: “Für alles auf der Welt hat Gott schon vorher die rechte Zeit bestimmt. In das Herz des Menschen hat er den Wunsch gelegt, nach dem zu fragen, was ewig ist.“

Wer Sie sind, ist grundsätzlich gut, Sie sind kein Fehler und Ihre Persönlichkeit ist großartig.

1.Mose.1.31 „Und Gott sah alles, was er gemacht hatte; und siehe, es war sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag.“

Es geht um viel mehr, als nur darum, “seinen Sinn zu finden”. Es geht darum, Gott wirklich zu kennen. Sie spiegeln Sein Bild wider. Sie sind ein ganz besonderer Teil Seiner Spiegelung, der fehlende Teil, der eine einzigartige Perspektive und Hoffnung in die Welt bringt. Es gibt niemanden wie Sie, was bedeutet, dass Sie etwas tun können, was niemand sonst tun kann. Nur Sie können sich selbst sein,  mit Ihrer besonderen Art von “Sie-sein” sein. Wir können nicht wirklich für Gott leben oder unsere Gesellschaft verändern, wenn wir hassen, was wir im Spiegel sehen. Wer Sie sind, ist mehr als genug.

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Um mehr über meine Geschichte zu erfahren, finden Sie hier einen kleinen Film, den ich vor einigen Jahren gemacht habe. Es spricht über die Realität, aus der ich komme und den Prozess, den ich durchlaufen habe, um dort zu stehen, wo ich heute bin.

Einige Inhalte dieses Artikels beziehen sich auf das Buch “The perfect you“, erster Teil, Unterkapitel “The Power of Choice” von Caroline Leaf.
Um mehr über ihren Dienst und ihre Bücher zu erfahren, können Sie ihre Webseite besuchen:  https://drleaf.com.
Ich kann ihr Material, ihre Bücher sehr empfehlen! Einiges davon ist auf auf Deutsch zu finden. 

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