Der große Unterschied zwischen Charakter und Persönlichkeit und weshalb die Ausrede „Ich bin einfach so“ oft nicht zählt.

von | Mai 1, 2017 | Persönliches wachstum

Wir haben vier Kinder, die sind so unglaublich unterschiedlich.
Das, obwohl sie von der gleichen Familie kommen, die gleichen Eltern und das gleiche soziale Umfeld haben , vom gleichen Hintergrund kommen. Geschwister können so unterschiedlich sein, Dinge so unterschiedlich wahrnehmen.
Diese Tatsache erinnert mich immer wieder daran, dass wir alle mit einzigartigen Persönlichkeiten erschaffen sind.

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Wenn ich mit meinen eigenen vier Geschwister über unsere Kindheit austausche, könnte man manchmal meinen, dass wir von unterschiedlichen Familien kommen. Wir alle erinnern uns zwar an die Begebenheiten, aber jeder von uns hat sie so unterschiedlich wahrgenommen und erinnert sich an andere Details, hat sich anders darin gefühlt.

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Das ist das schöne daran: jeder einzelne ist auf eine einzigartige Art und Weise erschaffen worden.
Es gibt verschiedenste Persönlichkeits-Tests, die einem aufzeigen, was man für Persönlichkeits-Züge hat. Dies ist eine interessant und manchmal  auch hilfreiche Sache. Aber … wir sind viel einzigartiger als so ein Test uns das jemals offenbaren könnte. Wir sind nicht, wie wir sind, nur weil wir halt diese und jene Persönlichkeit haben.
Wir sind viel mehr als eine Kombination von Persönlichkeits-Zügen und ein „Typenprofil“ eines solchen Testes.
Wir sind eine einzigartige Schöpfung, viel einzigartiger, unglaublicher, kostbarer und unentbehrlich für diese Welt.

Es hat viele Jahre gebraucht, bis ich frei war so zu sein, wie ich wirklich bin. In meiner Kindheit war extravertiert sein nicht wirklich ermutigt. Denn das wurde als Bedrohung ihrer Autorität angesehen, Sie hatten das Gefühl, das sei zu anstrengend und einfach zu laut. Ich wuchs im Glauben auf, dass es in unserer Gesellschaft besser – und akzeptabler – ist, wenn ich „nett, höflich, ruhig und der Menge angepasst“ bin. Gleichzeitig waren mir  Mitmenschen, die sich extrovertiert verhielten unheimlich und ich hatte Mühe, mit ihnen umzugehen. Durch den Heilungs-Prozess, der in meinem Leben stattfand – und vor allem auch durch Benny (meinen Mann) , der meine „extrovertiert, ausdrucksstarke und herausfordernde“ Art liebt und unterstützt habe ich entdeckt, wie sehr extrovertiert ich eigentlich bin!

Daher … die unterschiedlichen Persönlichkeiten sind wunderschön. Ich liebe die Einzigartigkeit der Leute um mich herum. Ich liebe es zu sehen wie sich mein Mann, meine Kinder und die Leute bei denen ich das Privileg haben, in Ihr Leben zu sprechen, ihre Ihrer einzigartigen Persönlichkeit entfalten.

Aber hier ist der Punkt. Wenn Leute sagen, „ich bin einfach so“, geht es oft um ihren Charakter, nicht um ihre Persönlichkeit. Und der Charakter kann all das Großartige einer Persönlichkeit zerstören.

Der Charakter ist wie der Kiel eines Schiffes.

 

Diejenigen, die etwas von Schiffe verstehen, sind sich bewusst, dass der Kiel eines der wichtigeste Teile eines Schiffes ist.
Der Kiel kann auch das Rückgrat des Schiffes genannt werden. Wie der Rückgrat eines Menschen, unterstützt der Kiel die gesamte Struktur des Schiffes.

Das gleiche gilt für den Charakter. . In jedem Leben wird es „Stürme“ geben. In jedem Leben gibt es Herausforderungen, Menschen, die Sie verletzen, Situationen, die unfair sind. Die Frage ist immer: Was machen Sie mit dem, was mit Ihnen geschieht?

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Es gibt viele Erwachsene Leute, die in einem freien Land leben – aber die nicht wissen, das sie nicht einfach ein Opfer der Umstände sind.
Auch ich hatte keine Ahnung.
Dies zu erfahren, war der Anfang einer großen Freiheit, aber auch einer großen Verantwortung. Denn ich fing an zu verstehen, dass ich nicht gleichzeitig eine Opfermentalität haben –  und dabei Siegreich im Leben sein kann. Entweder verstehe ich, dass mein Charakter das Ergebnis meines Lebens auf eine eindrückliche Art und Weise beeinflussen wird, oder ich fahre fort, das Gefühl zu pflegen, dass alle anderen besser sind, mehr Erfolg haben und mehr gelingen haben als ich.
Ich fing an zu verstehen,  dass all die Herausforderungen in meinem Leben nicht wegen meiner Persönlichkeit sind. Das Gott nicht einen großen Fehler gemacht hat als er mich erschaffen hat. Dass es nicht wahr ist, dass ich nicht liebenswert bin, oder „nie genug“, mit dem wo ich bin.
Sondern…. dass es um meinen Charakter geht, und wie ich reagieren auf das, was mit mir geschieht.

  • Ich begann langsam und mit dem wenigen das ich damals hatte, dankbar zu sein. Dankbar für was ich hatte, was ich bin. Egal ob es viel oder wenig Zeit, Geld, Freunde, Arbeit oder Position waren … Dankbarkeit bekam meine Grundhaltung.

  • Ich begann im Kleinen treu zu sein. Egal in welcher Lage ich mich befand, in welcher Position, Verantwortung, wie viel Kraft oder Mut ich im Moment empfand … Ich begann treu zu sein mit dem, was ich hatte, und mein mir bestmögliches  zu geben.

  • Ich hörte auf, mein Leben in der Opfermentalität zu leben. Ich habe mich entschieden, nicht mehr zu glauben, daß alle anderen wichtiger ist, interessanter, fähiger und liebenswert. Sondern dass auch ich gebraucht werde, gewollt und wichtig bin.

  • Ich begann, mir die eigentliche Frage zu stellen: Was mache ich mit dem, was mit mir geschieht? Bin ich dankbar – in und über die schwierigen Situationen und Herausforderungen hinaus?
    Bin ich treu im Kleinen und gebe mein Bestes in dem, was ich habe? 

    Wenn ich all diese Fragen mit einem „Ja“ beantworten kann, weiss ich, dass ich auf dem Weg bin, auf dem wir uns am besten alle befinden: In unserem Charakter zu wachsen.
    Lassen wir unseren Kiel stark und solide werden. So das wir, in Zeiten von Stürmen, mutig und sicher übers Wasser segeln können, und nicht sinken, nur weil unser Kiel nicht in einem guten Zustand war.

Wir sind einzigartig, wunderbar und kostbar. Lasst uns lernen in dieser Wahrheit zu ruhen, damit wir uns um das kümmern, was in unserer Verantwortung liegt: In unserem Charakter zu wachsen, und das beste zu werden, zu dem wir geschaffen wurden.

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