Wie man Freude inmitten von Herausforderungen, Schmerzen und persönlichen Fehlern erleben kann

von | Jul 23, 2018 | Glaubens Impulse, Persönliches wachstum | 0 Kommentare

Haben Sie sich jemals einer Realität stellen müssen, die nicht so war, wie Sie wollten?

Einem Leben, das sich nicht so entwickelt hat, wie Sie es sich vorgestellt haben?

Der Realität des Scheiterns oder bedeutenden Fehlentscheidungen, einem schmerzhaften Verlust oder Situationen, die anders als geplant verlaufen sind?

 Ich schon. Und ich habe noch nie jemanden getroffen, der es auf die eine oder andere Weise nicht so erlebt hat.

Herausforderungen

HerausforderungenIch habe jedoch festgestellt, dass die traurigsten, hoffnungslosesten Menschen nicht immer die waren, welche die schlimmsten Dinge erlebten oder mit den grössten Herausforderungen konfrontiert waren.
In der Tat habe ich Menschen getroffen, die durch viele Schwierigkeiten gegangen sind, die schmerzhafte Geschichten erlebt haben oder grosse Fehler eingestehen mussten – aber sie leben trotzdem ein Leben, das ich nachahmen möchte. Ein fruchtbares Leben, das Liebe, Gnade und Freude ausstrahlt.

„Wie kann das sein?“ habe ich mich gefragt.

Ich habe herausgefunden, dass es viel mehr mit den Wahrheiten zu tun hatte, die sie verstanden hatten, als mit der Anzahl an schlechten Dingen, die sie erlebt hatten. Es hatte damit zu tun, wie sie mit den Missständen umgehen, einschliesslich ihrer eigenen Fehler und Misserfolge – aber auch mit dem Fehlverhalten oder mit Fehlentscheidungen anderer. Es hatte mit ihrer Offenbarung zu tun, wer Gott inmitten ihrer Unvollkommenheit ist, inmitten der Realität dieser Welt, in der wir leben.

In diesem Beitrag möchte ich mit Ihnen teilen, was mich verändert hat. Wie ich von einem leidenden Mädchen, dass sich unfähig und nutzlos fühlte, zu dieser Frau wurde, die ich heute bin. Voller Hoffnung und Zukunft – trotz meiner eigenen Fehler, Misserfolge und Unvollkommenheiten, trotz dieser unvollkommenen Welt, in der ich immer noch lebe.
Dieser Artikel ist aus der Perspektive einer Frau (mir) geschrieben, aber ich bin mir sicher, dass die Grundidee auch für Männer gilt.

Ich kann (und muss) wählen, wo ich leben möchte. 

 

Das ist eines der ersten – und wichtigsten Dinge, die ich verstanden habe.

Die Idee stammt aus dem Buch von Nicole Johnson (das es leider nur auf Englisch gibt) und das ich auch schon in diesem Artikel erwähnt habe.  “How to keep a Princess Heart in a not so Fairy Tale World“. (Wie wir in einer nicht so Märchenhaften Welt das Herz einer Prinzessin behalten können)

Diese Sichtweise hat meine Welt verändert.

Sie entspringt der Tatsache, dass wir als Christen einen himmlischen Vater haben, der König ist – somit sind wir alle königlich. Wir sind es einfach. Nicht durch unsere Leistungen oder unseren Besitz, sondern durch unsere Identität in Ihm.

Diese Identität ist der Ort, wo wir hingehören. Ein Ort, an dem wir uns im Inneren entspannen können, weil wir wissen, dass wir geliebt sind. Ein Ort, an dem es uns leicht fällt, den König von innen heraus, aus einem überfliessenden Herzen heraus, anzubeten und zu verehren.

Herausforderungen

Leider entscheiden sich viele von uns dafür, im Kerker zu leben.
Wir leben in diesem dunklen Loch, einsam, traurig, verbittert, fühlen uns unsichtbar, unwürdig und wertlos.
Eine solche Person kann:

  • Single sein, der bei jedem Pärchen um sich herum mit dem Gefühl der Einsamkeit und des ” Ausgelassen Werdens ” konfrontiert wird.
  • eine kinderlose Frau, die sich verzweifelt nach Kindern sehnt, voll von tiefen Schmerzen und Traurigkeit, die jeder schwangeren Frau oder Familie mit Kindern aus dem Weg geht.
  • eine verheiratete Frau mit einer schwierigen Ehe, die jedes scheinbar glückliche Paar wehmütig betrachtet.

 

HerausforderungenDenn im Kerker zu leben beinhaltet eine Schmerzensvolle Mentalität:

  • “Ich bin vergessen”.
  • “Ich wurde ausgelassen”.
  • “Niemand sieht mich – nicht einmal Gott.”
  • “Wahrscheinlich bin ich nicht (gut) genug. Oder ich habe schon zu viele Fehler gemacht. „
  • “Vielleicht bin ich einfach nicht würdig und wertvoll genug, um glücklich zu sein.”

Diese Denkweise wird uns unsere Freude und unser allgemeines Glück rauben. Ganz einfach, weil uns aus diesem Kerker Bitterkeit und Schmerz überallhin folgen werden. Es ist eine Lebensweise. Es ist eine Entscheidung, unser Leben an diesem Ort zu leben.

Es gibt noch einen weiteren Weg, ein Leben zu führen, das uns zu Traurigkeit, Bitterkeit und Depression führt.
Diese Lebensweise entsteht, wenn wir nicht fähig sind, uns der Realität zu stellen. Wenn wir in einer Art “Luftschloss” leben, gefüllt mit imaginärem Glück. Die Autorin des erwähnten Buches erklärt: “Es fällt uns schwer, den Kopf aus den Wolken zu halten, wenn unser Herz sich so danach sehnt, dort zu leben.”
Welche Frau sehnt sich nicht nach einem glücklichen Ende ihrer Herausforderungen? Gesehen und (an)erkannt zu werden?
Wenn die Realität zu herausfordernd wird, versuchen wir manchmal vor ihr wegzulaufen, zu verängstigt, um ihr ins Auge zu schauen.
Im Luftschloss zu leben bedeutet, etwas (sei es das persönliche Leben, die Familie, die Ehe, eine Freundschaft oder die Karriere) zusammenzuhalten, indem man die Probleme ignoriert und vorgibt, dass “alles in Ordnung ist”.

Herausforderungen
  • Die Teenager sind ausser Kontrolle? „Oh, weisst du, sie sind nur auf der Suche nach ihrem wahren selbst, es wird schon alles gut werden.“
  • Die Ehe leidet unter einer Leere der sexuellen Intimität und unter persönlicher Isolation? “? “Das ist einfach eine Zeitspanne, alles wird wieder gut, mein Mann würde sowieso nie eine andere Frau anschauen.
  • “Wenn das persönliche Leben einer Person, die im Luftschloss lebt, von Kämpfen, Sorgen, Selbstvorwürfen und mangelnder Intimität erschöpft ist…….lächelt sie immer noch, weigert sich, sich ihrer Realität zu stellen und lebt in einer “traumhaften” Welt des Vortäuschens.

     

    Beide Umgangsformen mit der Realität sind nachvollziehbar.

    Doch als ich dieses Buch las, erkannte ich mich selbst – nicht im Luftschloss, denn ich wollte mich schon immer der Realität stellen – sondern im Kerker.
    Als mir klar wurde, dass ich ein Leben im Kerker lebte – mich ausgeschlossen und wertlos fühlend, unfähig, mich mit jemandem zu freuen, der etwas hatte, das ich nicht hatte – traf ich eine Entscheidung.
    Ich wollte da raus und stattdessen lernen, im Schloss des Königs zu leben.

    Das war mein erster grosser Schritt in die richtige Richtung.
    Es war jedoch ein Prozess. Denn eine Denkweise zu ändern, ein Lebensmuster auszuwechseln, ist gar nicht so einfach.
    Durch das Festhalten an dieser Entscheidung lernte ich jedoch einige zusätzliche Wahrheiten, die mir dabei halfen:

    .

  • Gott ist nicht überrascht von meinen Unvollkommenheiten. Er kannte sie, bevor ich sie erkannte.
  • Meine persönlichen Fehler und Irrtümer – so gross sie auch sein mögen – sind nicht das Ende meines Lebens. Indem wir sie Gott übergeben (und indem wir uns weigern, unsere eigene Abkürzung zu finden), wird er sie in etwas Schönes verwandeln.
  • Gott hat mich einzigartig gemacht. Der Versuch, jemand anders zu sein oder mich für das zu schämen, was ich bin, wird nicht nur die Welt von dieser einzigartigen Person berauben, sondern mich auch der Freude berauben, zu entdecken, wie einmalig ich gemacht bin.
  • Wenn ich in den kleinen Dingen treu bin (so klein sie mir auch erscheinen mögen), wird Gott den Rest tun.Als ich diese Punkte endlich verstand, kam eine neue Realität in mein Leben.

     

    Dankbarkeit.

     

    Plötzlich kam diese tiefe, authentische Dankbarkeit in mein Herz.

    Ich spreche nicht von dieser gut gemeinten Dankbarkeit aus einem Ort des Schmerzes, weil man in der Realität lebt, im Kerker vergessen geworden zu sein. Ich war dort. Von diesem Ort heraus habe ich Gebete gebetet wie dieses:  “Gott, auch wenn ich nichts habe, auch wenn ich vergessen zu sein scheine, danke ich dir.”

    Ich meine auch nicht, Gott für das Essen auf dem Tisch und für all meinen Besitz zu danken, während ich nicht in der Lage bin, den wirklichen Schmerz meines Lebens zu ertragen.

    Obwohl diese bewusste Entscheidung, dankbar zu sein, eine gute Sache ist, ist es nicht das, was ich an diesem Punkt erlebe. Nein, diese Dankbarkeit, von der ich spreche, ist da, weil ich verstanden habe, dass Gott grösser ist als all meine Unvollkommenheiten. Er kannte sie, bevor ich sie erkannte.

    Diese Dankbarkeit ist da, weil ich in meinem Leben erlebt habe, dass meine persönlichen Fehler und Irrtümer nicht das Ende meines Lebens sind. Weil Er sie in etwas Schönes verwandelt hat.

    Diese Dankbarkeit liegt darin, zu entdecken, als wen Gott mich gemacht hat – und die Freude, es zu sein.

    Diese Dankbarkeit kommt aus Situationen, in denen ich im Kleinen treu war – und Er mich mit der grossen Sache überraschte, wunderbarer als ich es mir je hätte vorstellen können.

     

Herausforderungen

Diese Dankbarkeit erfüllt mich mit einer Leichtigkeit, mit einer Gnade gegenüber mir selbst und anderen. Sie erfüllt mich mit einem tiefen Frieden – selbst in Dingen, mit denen ich heute noch zu kämpfen habe, sogar in Realitäten, die nicht perfekt sind, oder in Situationen, die ich nicht verstehe. Doch Er ist da, wunderbar treu, erstaunlich präsent. Und das ermöglicht mir, ein fröhliches Herz zu bewahren – inmitten dieser unvollkommenen Realität meines eigenen Lebens und der Welt, in der ich lebe.

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