Ein perfekter Plan für die Zukunft und Gottes Herz für ein Kleinkind

von | Jul 10, 2017 | Familienleben, Persönliches wachstum

Kürzlich beschlossen mein Mann und ich, eine drei jährige Bibelschule anzutreten. Meine Schwiegermutter und meine Schwester erklärten sich bereit, an den Abenden und den vereinzelten, ganzen Tagen auf unsere vier Kinder aufzupassen. Es fühlte sich richtig und gut an und es war die perfekte Gelegenheit.

Kleinkind

Gott hat ja versprochen, dass wenn wir nach seinem Reich trachten, er sich allem anderen annimmt!
Ich war bereit, unser ganzes Familienleben rundherum zu organisieren und war begeistert, vom Gedanken, nach 7 Jahren als Hausfrau und Mutter wieder etwas anderes machen zu können. Und erst noch so etwas Wertvolles wie eine Bibelschule!

Alles war schon geplant, die Schule hatte uns schon akzeptiert, und es gab nichts mehr, das sich noch ändern konnte.

Aber dann, an einem Freitagabend, während mein Mann bis spät arbeitete und die Kinder schon schliefen, begann Gott mit mir zu reden. Nicht hörbar, aber doch so überzeugend, dass der ganze Plan auf den Kopf gestellt wurde.

Er erklärte mir, dass es wichtig sei, dass ich zu Hause bei unserem Jüngsten bleibe. Dass er mit seinen 16 Monaten und seinem ausgefallenen, starken Willen unsere starke Bindung benötige, um seine zwei-jährigen Phase sanfter durchleben zu können. Dass er mich dabei an seiner Seite brauche und es nicht der Moment sei, diese Bindung durch meine häufige Abwesenheit zu lichten. Dass ein oder zwei Jahre später in die Bibelschule einzutreten einen riesigen Unterschied im Leben unseres Sohnes machen würde aber nur einen kleinen in unserem eigenen Leben.
Und er sagte mir noch, dass es eine Zeit werden solle, in der ich lerne, viel mehr mit den Kindern zu „sein“, ohne meinen Projekten nachzujagen, zu putzen, zu kochen, oder mit meinen Schwestern und Freundinnen am Telefon zu hängen. Einfach mit ihnen zu sein. Eine Geschichte zu erzählen. Zu kuscheln. Zu spielen. Zu sein

Kleinkind

Für mich ergab dies viel Sinn. Ich informierte meinen Mann über meine ausgewechselte Perspektive – und wir verschoben die Bibelschule.
Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich überrascht war, zu sehen, wie sehr sich Gott um so ein Kleinkind kümmert. So fest, dass er uns überzeugt, so einen „geistlichen“ Plan, wie diese Bibelschule es war, zu verschieben.
Sollte er sich nicht einfach darüber freuen, dass wir seinem Königreich so viel Bedeutung zumessen. Sollte er sich nicht freuen, dass wir bereit sind, Geld, Zeit und Komfort zu opfern, um eine Bibelschule zu absolvieren, trotz unseres vollen Zeitplans und unseren vier Kindern? Schließlich sagt uns ja die Bibel, dass er sich um unsere Dinge kümmert, wenn wir uns um seine kümmern?!

Die großartige Wahrheit über Gott ist: Er hat das viel größere Bild.
Mein Leben dreht sich nicht nur um mich und was ich mit meiner Zeit auf dieser Erde erreichen kann.
Ihm sind die Generationen wichtig. Er weiß, dass das Verschieben dieser Bibelschule um ein oder zwei Jahre nichts ist, im Vergleich mit dem, was ich in meinen Kindern (und gerade speziell unserem Kleinsten) geben kann.
Was ich an so einer Bibelschule lernen kann, ist umwerfend und großartig. Was ich aber dabei lernen und investieren kann, wenn ich es mir wirklich zu Herzen nehme und lerne, meine Kinder zu genießen ohne immer „beschäftigt“ zu sein – wird viel in meinem und in ihrem Leben bewirken.

Kleinkind

Und Gott kümmert sich sogar um Kleinkinder mit einem starken Willen.
Er weiß, mit welchen Bedürfnissen er sie gemacht hat und weiß somit auch, was sie brauchen, um zu reifen, gesunden Persönlichkeiten zu werden.

Gottes Grösse beeindruckt mich immer wieder. Seine Weisheit und seine Liebe – für mich, aber auch für die Kleinsten. Er sorgt sich wirklich um alle.
Um willensstarke Kleinkinder mit Trotzausbrüchen, um mich … Und um Dich.

 

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