Fünf effektive Schritte mit denen sich dein Kind in deiner Familie „zu Hause“ fühlen wird

von | Mrz 31, 2017 | Familienleben

Familie Hund Kind Berge

Es ist möglich, dass ein Kind in der eigenen Familie nicht wirklich „zu Hause“ fühlen kann. Dass es nicht das Gefühl hat, wirklich gekannt zu sein und geliebt für das was es eigentlich ist.
Als Familie haben wir fünf wirksame und praktische Schritte aufgelistet, die bei Bedarf dem Kind dazu verhelfen werden, sich in seiner Familie wirklich „zu Hause“ zu fühlen.

1. Denkt als „uns“ – Kinder mit einbezogen. Ich kenne Familien, wo die Eltern eine regelrechte Kampffront gegen ihre eigenen Kinder aufgestellt haben. Dies aus Angst, dass ihre Ehe sonst zerbricht, Ihre eigenen Bedürfnisse zu kurz kommen, oder aus dem glauben, dass eine effiziente Erziehung so funktioniert. Bitte tu das nicht. Es wird auf jeden Fall deinen eigenen Wunsch sabotieren, dass sich deine Kinder in eurer Familie „zu Hause“ fühlen.

2. Erkennen, dass die Beziehungen innerhalb der Familie das Wichtigste sind. Wir als Eltern haben die einzigartige Möglichkeit die Einheit und das Gefühl der Zugehörigkeit zu prägen, indem sie lernen, dass Geschwister – Beziehung die wichtigsten sind. Wichtiger als z. B. Schulfreunde, die von außen kommen. Wenn wir andere Kinder zu Besuch haben und sie versuchen meinen ältesten (im Kindergarten-Alter) zum sich lustig machen zu bringen wie die kleine Schwester zeichnet, so sage ich ihnen immer: In unserer Familie lachen wir einander nicht aus. Nie. Und wir wollen nicht, dass die Anderen dies tun. Ich lerne sie, dass Geschwister Geschwister sind für immer. Freunde kommen und gehen. Auf diese Weise fühlt sich jedes Kind sicher und „zu Hause“ in seiner eigenen Familie.

3. Im Leben deines Kindes anwesend sein. Egal, wie beschäftigt du im Leben bist, vielleicht arbeiten beide Elternteile, oder deine aktuelle Lebenssituation nimmt sonst viel Zeit ein … Schau es als Priorität an, Zeit für kostbare Qualitätszeiten mit deinem Kind zu finden. Wir haben vier Kinder und ein Geschäft und immer viel zu tun. Aber wir haben gesehen, dass wenn wir eine regelmäßige Qualitätszeit mit jedem Kind einplanen (sei es für jedes Kind nur eine halbe Stunde pro Woche mit ihrem Vater, wo sie selber entscheiden können, ob sie lieber ein Spiel spielen, reden oder Fußball spielen möchten …) Macht den ganzen Unterschied!

4. Ihnen Immer, immer, immer das Gefühl zu geben, geliebt zu sein. Über ihr Verhalten hinaus sehen. Über deinen eigenen aktuellen Zustand (sei es Müdigkeit, schwierige Situation, Angst etc. ) hinaus. Wenn es dir so geht wie mir, dann gibt es Situationen im Leben, wo es viel Selbstkontrolle und Entschlossenheit braucht, um nicht aus dem Affekt heraus zu reagieren.
Lass dein Kind immer wissen, dass es geliebt ist, und das du für das Kind da bist, egal was. Dass du weißt, wie genial es ist (und wenn es für dich diesbezüglich Zweifel gibt, ist es an der Zeit zu entdecken, wie einzigartig dein Kind wirklich ist!) – es wissen zu lassen das es wunderbar und einzigartig gemacht ist. Sag es dem Kind. Jeden Tag. Und keine Sorge: Das Kind wird dadurch nicht eingebildet!

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5. Sei ein Freund deines Kindes! Ich habe schon vielerorts vehemente Erklärungen darüber gehört, wieso man dies ja nicht sein sollte. Freundschaft mit den eigenen Kindern haben. Ich werde bald einen Artikel zu diesem Thema schreiben, weil das Thema größer ist, als du vielleicht denkst. Im Moment werde ich hier einfach sagen: Ich bin ein Freund meiner Kinder. Und das beste Kompliment, das mein Mann von ihnen kriegt ist: „Papi, du bist mein bester Freund“. Es geht ja gar nicht darum, das wir alles mit ihnen Teilen und ihnen unsere tiefsten Gedanken und Wünsche offenbaren. Aber stell dir vor, du behandelst dein Freund so wie deine Kinder (wahrscheinlich nicht du, aber es gibt es, zu genüge) … sie anschreien, unwirsch anfahren, sie distanziert zu behandeln, meistens kritisieren und korrigieren und das schlimmste von ihnen glauben … ) Für wie lange würde dieser Freund dein Freund bleiben? Um wie viel mehr ist es wichtig, wie wir unsere eigenen Kinder behandeln? Und mach dir keine Sorge. Wenn du das richtig machst, werden sie dich mehr respektiere, nicht weniger.

Diese Schritte sind einfach … Alle brauchen Zeit und Engagement, schwierig sind sie nicht. Und du wirst überrascht sein, wie dankbar ein Kind sein kann, wenn es sieht, dass du deinen Zeitplan bewusst änderst, damit du mehr Zeit fürs Kind hast! Vor kurzem habe ich meine Tochter gefragt, was sie an unserer Familie am schönsten finde. Ihre Antwort? „Die Zeiten, die ich alleine mit Papi verbringen darf und wir gemeinsam Spaß haben“! Ihre wöchentliche eingeplante Zeit ist „nur“ 30 Min, aber diese Zeiten verändern für sie alles.

Was denkt ihr? Habt ihr weitere Ideen oder Inputs wie ihr eurem Kind ein Gefühl von „zu Hause sein“ vermittelt?

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