Benennen wir unsere Kinder wahrheitsgetreu? Etiketten und ihre Auswirkungen.

von | Apr 8, 2018 | Erziehung, Glaubens Impulse, Persönliches wachstum

Wie ich bereits im letzten Artikel erwähnt habe, musste ich mich einigen Etiketten entledigen, um zu der Person zu werden, die ich heute bin. Deshalb bin ich mir der Kraft solcher Etiketten bewusst. Ich weiss um die Herausforderung, frei zu werden von diesen einengenden Diagnosen und Etiketten – um in die Freiheit des wahren Reichtums der Identität und damit der wahren Persönlichkeit hineinzuwachsen.

Ich hasste meine Etiketten. Ich hasste jegliche Diagnose, die über meinem Leben gemacht wurde. Immer hatte ich das Gefühl, dass diese niemals beschreiben, wer ich wirklich bin; dennoch definierten sie mich! Es war wie, wenn ich mit angezogenen Bremsen versuchen würde, Vollgas zu geben. Ich kam nicht voran es war einfach frustrierend.

Diese Etiketten müssen nicht einmal Schimpfwörter oder eine Diagnose sein. Es kann alles sein, was wir benutzen, um unsere Kinder in einer Weise zu definieren, die weniger ist, als sie wirklich sind: Alles, was ihr Potenzial, ihre Einzigartigkeit und ihre Fähigkeit zu reifen und zu wachsen begrenzt. Alles, was wir ihnen sagen, und dabei nicht klar vor Augen haben, dass sie wunderbar, einzigartig gemacht sind, ein Segen, kostbar und wichtig. Das ihr Leben von grosser Wichtigkeit ist und somit auch ihre Gedanken und Gefühle. Als Familie haben wir beschlossen, dass wir ihnen dazu verhelfen wollen, in ihre wahre Identität einzutreten.

Wir wollen, dass sie zu Erwachsenen heranwachsen, die ihre Identität kennen. Und nichts weniger als das. Deshalb machen wir alles, was wir tun, mit diesem Ziel vor Augen:

Sie in ihre wahre Identität hinein reifen zu lassen.

Nach welcher Wahrheit leben wir?

Was ist unsere ultimative Autorität?

Das Wort Gottes. Die Bibel. Ihre Identität in Christus.

Was sagt die Bibel darüber, wer wir sind?

Hier ist eine begrenzte Liste von Attributen darüber, wer wir in Christus sind:

GELIEBT, EIN KIND GOTTES, VERGEBEN, REIN GEWASCHEN, FREI, EIN TEMPEL DES HEILIGEN GEISTES, IN DIE FAMILIE GOTTES HINEIN ADOPTIERT, MITERBE MIT CHRISTUS, GERECHT, NEU GEMACHT, HEILIG, MEHR ALS ÜBERWINDER, TEUER ERKAUFT, EIN BOTSCHAFTER CHRISTI, STARK IM HERRN, EIN FREUND GOTTES NIE ALLEIN, EIN ÜBERWINDER, MIT GESICHERTER ZUKUNFT, ERWÄHLT, GANZ IN CHRISTUS, KÖNIG PRIESTER

Wow. Wie oft haben diejenigen unter meinen Lesern, die errettet sind, die glauben, dass Jesus am Kreuz gestorben und wieder auferstanden ist, darum gekämpft, diese Wahrheiten zu erfassen? Sind herausgefordert beim Versuch, nach diesen Wahrheiten zu leben? Kämpfen darum diese Wahrheit in das Tägliche Leben zu integrieren? Diese Wahrheit auch als Wahrheit in ihrem tiefsten Innern zu erkennen? Kämpfen darum, die Realität in ihr Leben zu integrieren, dass Gott sich freut über sie, er sie als gerecht und heilig sieht? Mir ging es so. Und es geht mir immer noch so in (zu) vielen Bereichen.

Sie können nicht über ihr inneres Bild hinaus leben. Ihr inneres Bild bestimmt Ihr Leben.

Ap. Everton Weekes

Meiner Erfahrung nach ist das so wahr. Es ist eine Menge Arbeit, dieses innere Bild meiner Identität zu verändern…. in die Identität, die wir in Gott erfassen können. Nun zurück zu unseren Kindern: Warum machen wir ihnen diesen Prozess nicht so viel leichter, indem wir diese Wahrheiten tief in ihr inneres einpflanzen? Stellen Sie sich vor, Sie nennen unsere Kinder jetzt “nette” Etiketten wie:

hyperaktiv, impulsiv, ablenkbar, Tagträumer, faul, unaufmerksam, unberechenbar, streitsüchtig, hartnäckig, reizbar, feige, rebellisch, langsamer Lerner, egoistisch,  ….

mit dem Argument, dass die Tochter/der Sohn wirklich so ist:

„ Ich lebe mit diesem Kind; ich weiss, wie es ist! Aber das ändert natürlich nichts an meiner Liebe zu diesem Kind!”

Aber jetzt lassen Sie uns diese beiden Fenster vergleichen.

GELIEBT, EIN KIND GOTTES, VERGEBEN, REIN GEWASCHEN, FREI, EIN TEMPEL DES HEILIGEN GEISTES, IN DIE FAMILIE GOTTES HINEIN ADOPTIERT, MITERBE MIT CHRISTUS, GERECHT, NEU GEMACHT, HEILIG, MEHR ALS ÜBERWINDER, TEUER ERKAUFT, EIN BOTSCHAFTER CHRISTI, STARK IM HERRN, EIN FREUND GOTTES NIE ALLEIN, EIN ÜBERWINDER, MIT GESICHERTER ZUKUNFT, ERWÄHLT, GANZ IN CHRISTUS, KÖNIG PRIESTER

hyperaktiv, impulsiv, ablenkbar, Tagträumer, faul, unaufmerksam, unberechenbar, streitsüchtig, hartnäckig, reizbar, feige, rebellisch, langsamer Lerner, egoistisch,  ….

Diese passen doch nicht zusammen, nicht wahr? Lasst uns die Einstellung haben, unsere Kinder ihre Identität in Christus zu lehren. Lernen wir sie doch so zu sehen, wie Gott sie durch Jesus Christus sieht. Natürlich werden sich Kinder –genau wie auch wir erwachsene – oft ganz anders verhalten und daneben benehmen. Aber das ist ein Verhalten, eine Haltung, nicht wer sie sind.

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  •  Als unser Mädchen 4–5 Jahre alt war, hat sie uns für eine Zeit ständig angelogen. Wir haben ihr nie gesagt: Du bist so eine Lügnerin! Einerseits wussten wir, dass ihr Verhalten mit Reife zu tun hat, andererseits sagten wir ihr, dass wir es gar nicht mögen, wenn sie lügt. Dass wir ihr Vertrauen wollten. Das wir glauben wollen, was sie sagt. Wir haben ihr gesagt, dass sie erstaunlich, wunderbar, geliebt und einzigartig ist, egal was die Wahrheit ist, die sie versucht vor uns zu verstecken. .
  • Eines unserer Babys war sehr empfindlich auf Geräusche, Lichter, Gefühle im Raum usw. Dieses Baby wollte Tag und Nacht bei mir sein, auf mir schlafen und tagsüber herumgetragen werden. Kinderwagen, Babybettchen und Stuben wagen blieben unbenutzt, bis das Baby etwa sechs Monate alt war. Wir haben nie versucht herauszufinden, welche Diagnose zu diesem Verhalten passen würde. Wir gaben ihm einfach die Zeit, die er brauchte, die Wärme und Geborgenheit, die er brauchte, mit dem Wissen, dass dies sein Bedürfnis in dieser Phase seines Lebens war. Heute ist dieses Kind sehr ausgeglichen, reif verhält sich bei Herausforderungen souverän und es fühlt sich an, als hätte sich die ganze Investition einfach gelohnt. .
  • Als einer unserer Jungs eine Zeit durchmachte, in der er sich wie ein Weichei benahm…. haben wir ihm nie gesagt: “Du bist so ein Feigling/ benimm dich nicht wie ein Mädchen.” Niemals. Wir suchten nach Gelegenheiten, um das Vertrauen in ihm aufzubauen, dass er es schaffen kann. Dass er fähig ist. Dass er ein starker Kerl ist. Ein mutiger Junge. Das wir stolz auf ihn sind.
Denken wir daran: Jedes Etikett, das wir unseren Kindern geben, wird an ihnen haften bleiben. Wir sind wie “Gott” auf Erden in ihrem Leben. Wir sind wie “Propheten”, die ihnen sagen, was aus ihnen wird. Ich sage nicht, dass wir die Augen schließen sollen vor allem, was nicht gut ist und so tun, als ob wir nur das Gute sehen. Vielleicht gibt es sogar Situationen, in denen dieses Gut sehr schwer zu entdecken ist.

Aber lasst uns Eltern mit dieser Fähigkeit des Herzens sein, über diese Haltungen und Verhaltensweisen unserer Kinder hinaus zu sehen. Lasst uns die Wahrheit Gottes in ihr Leben sprechen, die Wahrheit darüber, wer sie wirklich sind.

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