Wieso ich glaube, dass Freundschaft mit den eigenen Kindern wichtig ist.

von | Sep 18, 2017 | Erziehung

Bindungstheorie. Freundschaft mit meinen Kindern.
In den letzten Jahren haben diese Wörter eine Definition bekommen, die nichts mehr mit der Ursprünglichen Idee zu tun haben. Die Wörter werden heute oft in direkte Verbindung mit verwöhnten und anspruchsvollen Kindern gesetzt, die sich keiner Autorität unterordnen können. Kinder, die glauben, dass sich die ganze Welt nur um sie dreht. Leute, die diese Wörter in negatives Licht setzen, sind überzeugt davon, dass diese Eltern nicht in der Lage sind, irgendwelche Grenzen zu setzen. Eltern, die verzweifelt versuchen, ein Kumpel ihrer Kinder zu sein und ihre eigentliche Aufgabe, ihre Kinder zu erziehen, vernachlässigen.

Freundschaft

Das ist weit weg von der Realität.

Eltern, die ihre Kinder wirklich auf diese Weise gross ziehen, haben überhaupt nichts verstanden, im Bezug auf die Bindungstheorie und Freundschaft mit den eigenen Kindern.
Wie in diesem Artikel erwähnt, haben wir Menschen eine dringende Notwendigkeit nach Orientierung, Bindung und Zugehörigkeit in uns.
Jeder Mensch sehnt sich danach, geliebt zu sein, erkannt für wer er wirklich ist.
Diese Dinge sind tief in jedem Menschen verwurzelt, einschließlich in Ihren Kindern. Sie als Eltern sind die besten Personen, um diese Bedürfnisse zu stillen.

Bindung mit einem Kind, das eine Beziehung zu Ihnen hat, das Ihnen so vertraut, wie es dem besten Freund vertrauen würde – wird sie in „fähige Eltern“ verwandeln. In Wirklichkeit akzeptieren Kinder nur diejenigen als Vorbilder, zu denen sie eine starke Bindung haben.
Konkret bedeutet dies, dass Sie nur wirklich in der Lage sein werden, Ihrem Kind Eltern zu sein, mit allem was dies bedeutet, wenn Ihr Kind Ihnen aktiv anhängt Wir alle wissen, dass bei Teenagern, die Sie nicht von Ihnen bevormunden lassen wollen, jegliche Anstrengung vergeblich ist. Immer mehr begegne ich auch Eltern von vier- bis fünfjährigen Knöpfen, die am Ende ihres Lateins angekommen sind. Ihre Kinder reagieren auf die Autorität ihrer Eltern mit Feindseligkeit und Ablehnung.
Solche Kinder – egal, ob diese jetzt 4 oder 14 Jahre alt sind –werden Sie wie unfähige Eltern erscheinen lassen.
Bedeutet das, dass sie ihr Kind nicht lieben? Ich bin mir sicher, dass Sie das tun.
Bedeutet das, dass Sie unfähige Eltern sind? Auf keinen Fall.
Lassen Sie mich jedoch etwas vorschlagen:

Zu wissen, dass ein Kind – wie jeder Mensch – dieses tiefe Bedürfnis von Bindung und Zugehörigkeit hat, dieser tiefe Wunsch, gekannt zu sein, für was es wirklich ist … denken Sie nicht, dass wenn Sie in der Lage sind, genau DAS ihrem Kind zu geben, dieses alles daran setzen wird, diese Beziehung mit Ihnen aufrechtzuerhalten?
Ich sehe dies mit meinen eigenen Kindern. Je mehr diese Bindung zwischen uns aktiv ist, (dies unabhängig vom Alter), desto leichter ist es, sie zu führen. Im Ausmaß dieser aktiven Bindung wollen sie auch gehorchen, diese Bindung aufrechterhalten und unsere nahe Beziehung bewahren. In Zeiten, in denen ich mich so fest mit anderen Sachen beschäftige, dass diese Bindung fast untergeht, wird es viel anspruchsvoller und schwieriger, sie zu leiten. Ich fühle mich dann auch schneller gereizt und ungeduldig.
Eine Mutter hat einmal gesagt:

„Wenn Sie ihr Kind nicht verstehen, können Sie Ihr Kind nicht ausstehen.“

Ich denke, dieser Satz beinhaltet viel Wahrheit.
Je mehr ich meine Kinder verstehe – und das gilt auch im Allgemeinen für die Menschen um mich herum –  um so einfacher ist es, mit ihren Schwächen umzugehen wie auch mit den Zeiten, in denen es anstrengender und schwieriger ist, Gemeinschaft mit ihnen zu haben.

Freundschaft

Das ist der Grund, warum wir immer eifrig darauf bedacht sind, diese Bindung mit unseren Kindern aufrechtzuerhalten. Das ist der Grund, warum es unsere Priorität ist, diese Bindung im täglichen Leben lebendig und stark zu halten. Diese Person für unsere Kinder zu sein, der sie vertrauen können, und mit der sie ihr Leben teilen möchten, wie sie es mit ihrem besten Freund tun würden. Und nein, das heißt weder, dass wir Kumpels sind, noch dass wir auf dem gleichen Boden der Autorität stehen. Auch bedeutet das nicht, dass wir jedes Detail unseres Lebens unseren Kindern mitteilen.
Das ist der Grund, warum wir immer danach Ausschau halten, wie wir an dieser Bindung Arbeiten können. In jeder Altersstufe ist es wieder anders und so sind wir immer am überlegen, wie wir unsere Kinder abholen können, so dass ihr Bedürfnis nach Zugehörigkeit, Bindung und Orientierung auf einer täglichen Basis erfüllt werden kann.

Im nächsten Artikel werde ich tiefer auf die sechs Bindungsarten eingehen, von denen uns jede eine Hilfe ist, das Verhalten der Kinder – und oft auch unser eigenes Verhalten – zu verstehen.

Ein kleiner Einblick in diese sechs Bindungsarten, die wir im nächsten Artikel genauer anschauen:
1. Sinne
2. Gleichheit
3. Zugehörigkeit und Loyalität
4. Bedeutsamkeit
5. Gefühl
6. Vertrautheit

That’s the reason why I am always looking to understand how I can work on that attachment. That’s why I’m always thinking of ways I can reach out to my child, in order that its need of belonging, attachment and orientation are met on a daily basis.
In the next article I will go deeper into six ways of attaching, each of them provides a clue to the behaviour of our children – and often, to our own behaviour as well.Here we go for a very brief summary of the next article:  that doesn’t mean that we are pals that are on the same level of authority, nor does it mean that I share every detail of my life with the child.you love me

Source References:
The content  from this article are from the author (Jeanne from familythatmatters) and from the Book “Hold on to your kids”, written by Gordon Neufeld and Gabor Mate, Chapter 1 and 2

Quellenangaben:
Der Inhalt von diesem Artikel ist vom Autor (Jeanne von familythatmatters) und aus dem Buch „Unsere Kinder brauchen uns!“, von Gordon Neufeld und Gabor Mate, Kapitel 1 und 2

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